Original italienischer Pizzateig - so gelingt er garantiert!

Mit einem knusprigen und luftigen Teig wird Pizza selbst mit nur ein wenig Tomatensoße, Oregano und Käse zu einem wunderbaren Genuss.

Im Grunde ist es gar keine große Wissenschaft, wenn man die richtigen Zutaten nimmt und genug Zeit für die Zubereitung einplant.

Hier kannst du lesen, wie du die richtigen Zutaten wählst und was du unbedingt bei der Zubereitung beachten solltest.

Das richtige Mehl

Das italienische Mehl “Tipo 00” ist etwas teurer als die deutsche Sorte 405. Die Mehlsorten sind zwar ähnlich, aber nicht identisch, weil die Typisierung in Italien und Deutschland nach verschiedenen Standards erfolgt.
Grundsätzlich gibt die Nummer an, wieviel Mineralstoffe im Mehl enthalten sind. Je höher der Mineralgehalt, desto dunkler das Mehl und das Backergebnis. Daher verwendet man z. B. Mehl vom Typ 1050 zum Brotbacken.

Der wesentliche, und für den Pizzateig entscheidende, Unterschied zwischen Tipo 00 und Typ 405 ist der Glutengehalt. Der ist im italienischen Mehl mit ca. 14% etwa doppelt so hoch wie in der deutschen Sorte. Das Klebereiweiß macht den Teig geschmeidig und elastisch, so geht er mit nur wenig Hefe gut auf und lässt sich später dünn ausrollen.

Weil das Tipo 00 Mehl durch den hohen Glutengehalt mehr Wasser aufnehmen kann, wird das Backergebnis deutlich lockerer und nicht so trocken wie mit 405er Mehl.

Wieviel Hefe für eine Pizza?

Wenn man gemäß der üblichen Packungsangabe einen ganzen Hefewürfel für 500g Mehl verwendet, dann hat der Teig anschließend auch ein starkes Hefearoma.

Das Geheimnis eines guten Pizzateigs hängt mit dem sehr geringen Hefeanteil und der langen Reifezeit zusammen. Wenn der Teig bis zu 24h ruhen kann, dann ist für 500g Mehl nur 2g Hefe nötig. Damit erhält man den typisch krossen und luftigen Teig, wie man ihn in einer guten Pizzeria bekommt.

Zutaten

  • 500g italienisches Pizzamehl Typ 00 (alternativ Typ 405)
  • 300ml Wasser (30ml weniger Wasser bei Typ 405)
  • 15g Salz
  • 2g Hefe (das ist etwa 1/20 von einem Hefewürfel)

Zubereitung des original italienischen Pizzateig

Das lauwarme Wasser in eine Knetmaschine geben und die Hefe darin auflösen. Dann das Salz und nach und nach das Mehl in kleinen Mengen hinzugeben. Der Teig muss gut und lange durchgeknetet werden, damit das Klebereiweiß seine Wirkung entfalten kann. Je sorgfältiger er geknetet wird, desto besser wird das Gashaltevermögen und die Verteilung der Teigporen.

Wenn der Teig nicht mehr klebt und sich weich und elastisch anfühlt, kann man ihn in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch abdecken.

Damit der Teig mit wenig Hefe gut aufgehen kann, lässt man ihn drei Stunden bei Zimmertemperatur gehen und anschließend über Nacht im Kühlschrank reifen.
Drei Stunden vor dem Backen nimmt man den Teig aus dem Kühlschrank und portioniert ihn in Teigkugeln, die man bis zur Verarbeitung in abgedeckten Schalen bei Zimmertemperatur noch einmal gehen lässt.

Pizza backen

In Pizzerias werden die Öfen mit Temperaturen von 450-500°C betrieben. Die lassen sich mit einem Küchen-Backofen natürlich nicht erreichen. Wie ihr zu Hause trotzdem eine Pizza mit einem tollen Teig hinbekommt, der kross ist und sogar Blasen wirft, dazu geben wir euch Tipps im nächsten Blog Post.

Schaut also in ein paar Tagen wieder einmal hier vorbei, es lohnt sich :)

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